• Hannes

Eine Hommage an Großvaters Zeiten: Welschriesling "Wie Damals"

Aktualisiert: 18. Apr. 2021

Es gibt Momente, da ist man mehr in der Vergangenheit als im Hier und Jetzt. Dass dieser Zustand auch besonders süße Früchte tragen kann, beweist die spannende Entstehungsgeschichte unseres Welschriesling „Wie Damals“.


Wenn wir uns zu unserem Lieblingsplatzerl, dem Kellerstöckl am Aunberg, begeben, dann fühlt es auch immer wie eine kleine Reise in die Vergangenheit an. Hier hat alles seinen Ursprung. Im Jahre 1954 von unserem Urgroßvater erbaut, diente er auch den nachfolgenden Generationen als Rückzugsort und Kraftplatz. Seit dem Jahre 2005 ist er als Buschenschank auch ein Zentrum für Genuss und Gemütlichkeit. Aber an genau diesen Tagen, wo der Kellerstöckl nur uns, der Familie, überlassen ist, sprudeln die Ideen nur so aus den alten Baumkronen der Obstbäume.

Unser Kellerstöckl am Aunberg


Es gibt Tage, die dann doch etwas bedeutungsvoller sind als andere. An einem dieser besagten Tage begaben sich, wie so oft, Mario und ich (Hannes) zum Kellerstöckl. Kleinere Arbeiten standen auf der Tagesordnung. Dabei wird immer viel gesprochen. Na gut, sagen wir philosophiert. Thema des Tages: Wie wurde denn eigentlich Wein früher gemacht, zu Zeiten unseres Großvaters? Da waren wir beide noch klein, aber ein paar Dinge blieben uns doch in Erinnerung. Wir erinnerten uns, wie die Trauben noch mühsam mit der sogenannten „Butte“ zum Presshaus getragen wurden. Hier steht noch heute die alte Baumpresse. Der Pressvorgang mit der Baumpresse war aufwendig aber dafür sehr schonend, erzählte man uns. Danach kam der gepresste Most direkt ins Holzfass. Und dabei beließ es unser Großvater dann auch. Das „Blubbern“ (die Gärung) begann nach ca. 1-2 Tage ganz von allein. Natürlich wurde laufend verkostet, um die Entwicklung des Weines zu verfolgen. „Immer die Kellertüre offen lassen!“, mahnte uns unser Großvater. Später erfuhren wir, dass er damit die gefährlichen Gärgase meinte.